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Gründonnerstag

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Gründonnerstag
Gründonnerstag
© Kate Remmer I Unsplash.com

Heute ist Gründonnerstag. Wir erinnern uns an das letzte Mahl Jesu, bevor er verhaftet wird. Heute Abend beginnt die Zeit der heiligen drei Tage oder der österlichen drei Tage (Triduum Sacrum).

Das Johannesevangelium erzählt, wie Jesus den Abend mit seinen Jüngern verbracht hat:

Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern. Da wurden sie sehr traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt, wird mich ausliefern. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Da fragte Judas, der ihn auslieferte: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus antwortete: Du sagst es. Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von dieser Frucht des Weinstocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von Neuem davon trinke im Reich meines Vaters.

Matthäus 26,17-29

Und was hat Gründonnerstag mit Dir zu tun? Diese Fragen können Dich durch diesen besonderen Abend begleiten:

  • Wann gelingt es Dir, dass Du Dir »nicht die Butter vom Brot nehmen lässt«?

  • Kannst Du dem zustimmen: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein«?

  • »In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot.« - Was denkst Du?

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Das beschäftigt Andere heute:

 »Vielleicht sind alle Folgen der Corona-Krise für das anstehende Osterfest wie der fehlende leckere Belag beim Brötchen… doch die Butter kann uns niemand vom Brot nehmen: Gott hat den Tod ins Leben verwandelt – diese Liebe fällt nicht aus, diese Handlung kann nicht abgesagt werden!« Sr. Laura Knäbel MMS, Seelsorgerin für die Frankfurt University of Applied Sciences

»Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. In einer Zeit, in der ich meine Tätigkeit als Kirchenmusiker nicht wahrnehmen kann, also keine Chorproben anbieten darf und keine Gottesdienste musikalisch begleiten kann, merke ich viel stärker als in normalen Situationen, dass ich in meiner Arbeit auf Menschen angewiesen bin. Nicht nur die materiellen Hintergründe, wie gute Probenräume, adäquate Instrumente und ordentliches Notenmaterial, sind wichtig. Viel mehr sind es die Menschen, mit denen ich arbeiten darf, die der Mittelpunkt meiner Tätigkeiten sind. Ohne Menschen ist meine Arbeit sinnlos und nicht denkbar.« Christos Theel, Kirchenmusiker

»In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot! In der derzeitigen Situation lernen wir eine 'neue' Form von Glauben teilen kennen. Wir feiern nun die heiligen Tage des Jahres im engsten Kreis und nicht mit der ganzen Gemeinde... Und dennoch fühle ich im Herzen die Nähe Gottes.« Vera Encarnacao

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